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Nach meinen "persönlichen
Song-Zeitreisen" zurück in die Jahre 1981- 84 zu den Songs und
Texten der Alben
„Für usszeschnigge“, |
| 1988 |
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"Saison
der Container"
(1988)
"Die Musik hat der Major mir vorgespielt und es ging bei mir sofort: "Kling", das muß das Lied mit den Container sein! Und das hat Folgendes auf sich: Die Südstadt ist ja mittlerweile schon seit längerem in der Sanierungsphase. Das dürfte mittlerweile auch vorbei sein, oder in der Endphase sein. Da ist viel darüber geschrieben worden, viel gesprochen, viele – auch von mir - Texte dazu gemacht worden: "Saison der Container", "Stollwerk-Leed", jede Menge eigentlich... Dieser hier, das ist einer, der so mehr aus der satirischeren Ecke kommt. Da stehen ein paar Jungs in einem "Büdchen", in einem Kiosk und lassen die Sprüche ab, die markigen. Sie haben wahrscheinlich ihren Damen zu Hause gesagt, sie würden jetzt mit dem Rennrad "Trimm-Dich"-mäßig unterwegs sein. Haben auch, wie sich das gehört, den Jogginganzug an, Rennrad vor der Türe stehen, Fahrradklammern... Alles klar, aber sie stehen im Büdchen, trinken sich ein bißchen was und ... erzählen sich gegenseitig, was sich alles so im Viertel verändert hat in der letzten Zeit, was sie mitgekriegt haben, was sie aber nicht so furchtbar berührt. Und das ist auch alles o.k. so, solange man ihnen nicht das Büdchen zumacht. Also, dann würden sie wahrscheinlich doch sauer. Büdchen – für alle, die nicht aus dem Kölner Raum sind.: Büdchen sind die Dinger, wo "Trinkhalle" dransteht, wo man Zeitungen kaufen kann und alles, was man nach Geschäftsschluß woanders nicht mehr kriegt. Ja, die finden alles o.k. so, nur das Büdchen muß halt bestehen bleiben. Das ist so ähnlich wie dieser uralte Rock’n’Roll-Text: "You can do anything what you want, but don’t step on my blues-wait-shoes." Soviel zu dem Text." Wolfgang Niedecken auf der A-Single "Saison der Container"
WDR Lokalzeit Köln (19.02.18) „Dat Büdche Sterne-Kioske“
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"Op dä Deckel vum Clown"
(1988)
"Und manchmal passiert es, daß sich Stücke einfach selber den Weg auf eine LP bahnen. So auch die nächste Nummer. ... Es ist eine Nummer, die Ray Davies irgendwann mal geschrieben hat – es ist schon ein paar Tage her. Und da das ganze so schön zu dem ganzen Zirkusding paßt, haben wir uns gedacht, dann machen wir die drauf auf die Platte." Wolfgang Niedecken bei einem Konzert in der Berliner "Deutschlandhalle" am 2.9.1988
„Death of a clown“
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"Biko"
(1988)
„Der Text zum BAP-Cover-Song
"Biko" (von Peter Gabriel), geschrieben von Wolfgang Niedecken, ist
eine bewegende Hommage an den südafrikanischen Aktivisten Steven
Biko, der für seine Überzeugungen gegen das Apartheidregime kämpfte
und schließlich ermordet wurde. Die Eröffnung des Songs, in der Orte
wie Port Elizabeth genannt werden, schafft sofort eine Verbindung zu
Bikos Leben und Tod. Die wiederholte Anrufung von Biko, oh, Biko!'
verstärkt die emotionale Resonanz des Liedes und ruft die Erinnerung
an seinen Kampf gegen die Unterdrückung und Ungerechtigkeit hervor. Von der Homepage "MusikGuru"
Original von Peter Gabriel
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