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Nach meinen "persönlichen
Song-Zeitreisen" zurück in die Jahre 1981- 84 zu den Songs und
Texten der Alben
„Für usszeschnigge“, |
| 1999 |
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"Für 'ne Moment" (1999)
„War zum ersten Mal auf dem Album „Comics & Pin-ups“. Die Albumversion war zu arg mit der Brechstange auf modern getrimmt. Haben wir live ganz anders gespielt und war immer in unserem Live-Repertoire. Für mich die ideale Nummer, um ein Konzert anzufangen, ganz gleich ob ich alleine spiele oder mit einer Band. Zu erzählen, wo ich herkomme, um meine Visitenkarte abzugeben. Das Stück erzählt eigentlich von den Anfängen von BAP. Das Einzige, was bei uns damals zwischen 1976 und 1979 wirklich auf dem Programm stand, war, den Kasten Bier leer zu proben.“ Wolfgang Niedecken - "Song by Song" zum "NiedeckenKoeln"-Album 2004 Fotos aus den BAP-Archiv:
"Für 'ne Moment" in dem Film "Viel passiert"
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"Hück ess sing Band en
der Stadt" (1999)
Wolfgang Niedeckens Hommage an die „Kölner Sporthalle“ (13.12.1958 eröffnet und 1999 abgerissen) und an all seine Helden, die dort gespielt haben: "Die Geschichte mit den Stones, die tatsächlich an meinem 16. Geburtstag in der Kölner Sporthalle gespielt haben. Ich habe das Stück geschrieben, als klar war, dass sie abgerissen wird, was ich heute noch bedaure. Ich trauere der immer noch nach, weil das eine wunderbare Hallengröße war. Dann kommt natürlich hinzu, dass ich in der Sporthalle außer den Beatles alle gesehen habe. Die komplette Rock’n’Roll-Geschichte hat für mich in der Kölner Sporthalle stattgefunden. Dort habe ich alle meine Helden gesehen: Hendrix, Who, Kinks, Led Zeppelin, Procol Harum. Wenn es die Halle schon nicht mehr gibt, könnte man wenigstens einen Gedenkstein aufstellen. Schließlich ist das ein Stück Kulturgeschichte. An alten Fachwerkhäusern werden auch Schilder angebracht, wenn dort ein berühmter Komponist mal eine Nacht geschlafen hat." Wolfgang Niedecken - "Song by Song"-Promo zum "NiedeckenKoeln"-Album 2004 "Niedecken und die Rolling Stones - Sporthalle Köln 1967" (Ausschnitt aus "BAP - Viel Passiert") WDR-„Lokalzeit“ vom 13.12.2018
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"Vum donnernde Lääve" (1999)
"Das ist eine Biermann-Nummer, die mich immer sehr beeindruckt - und auch beeinflußt hat. Sie ist, wenn man so will, der Vorläufer von "Ne schöne Jrooss". Deswegen gehen die beiden Nummern hier auch ineinander über. Zuerst habe ich versucht, dieses Stück hochdeutsch zu singen, aber es wurde dann von Tag zu Tag immer mehr kölsch. Der Hintergrund: Wolf Biermann hatte mich zu seinem 60. Geburtstag eingeladen und gebeten, diese Nummer, von der er wusste, daß sie mir wichtig war, zu singen. Eine große Ehre. Ich bin damals dann mit Effendi nach Hamburg gefahren und wir haben ihm im Schauspielhaus dieses Ständchen gebracht: Effendi am Akkordeon, ich Gitarre und Gesang. Bei dieser Gelegenheit habe ich die Nummer noch im überregionalen verständlichen Millowitsch-Kölsch gesungen. Als wir den Titel nun für "Tonfilm" aufgenommen haben, habe ich Zeile für Zeile umgewandelt. Weg vom Millowitsch- und hin zum richtigen Kölsch. Biermann hat uns beim Abmischen in Hamburg im Studio besucht und als Erster das komplette Album gehört und meinte, ´er hätte noch nie gehört, daß jemand seine Songs in einem eigenen Stil interpretiert. Er sei wirklich überrascht.´ Biermann zu covern ist auch sehr schwer, denn der Typ hat einfach Personality satt. Entweder man imitiert ihn oder man macht es nur schlechter. Aber seine Songs mit eigener Personality anzufüllen, scheint eine wirkliche Leistung zu sein. Zum ersten Mal fiel mir "Vom donnernden Leben" 1976 auf, als Biermann sein legendäres Konzert in der Kölner Sporthalle gab, kurz bevor die SED-Bonzen ihn ausbürgerten. Dieser Titel war schon ein Fundament, eine Ausgangssituation für mich als Textautor in deutscher Sprache. Er stammt aus dem Jahr 1976, wo sich BAP formierte. Damit beginnt die "Tonfilm"-Geschichte." Wolfgang Niedecken auf der interaktiven Press-Kit zum "Tonfilm"-Album Wolf Biermann singt „Vom donnernden Leben“ am 13. November 1976 in der Kölner Sporthalle
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