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W.N. präsentiert Afrika-Wagen für Kölner Rosenmontagszug
29.01.10:
Aus einer Pressemitteilung des Evangelischen Pressedienstes: "Der
Kölsch-Rocker Wolfgang Niedecken will beim Rosenmontagszug auf das
Thema Afrika aufmerksam machen. Gemeinsam mit dem Zeichner Dietmar
Wilms habe er dafür zwei spezielle Wagen gestaltet, erklärte
Niedecken am Freitag in Köln. Unter dem Motto "Weggezappt? zeigt der
eine Wagen ein Ehepaar, das vor dem Fernseher sitzt und auf die
Fernbedienung drückt, weil ein Bericht über die Armut in Afrika
gezeigt wird. Der zweite Wagen kritisiert unter dem Motto "Der
Sponsor kütt" Industriestaaten, die Diktatoren in
Entwicklungsländern unterstützen.
Sein Engagement begründet Niedecken, der nach eigenen Worten bislang
"mit Karneval nichts am Hut" gehabt habe, mit einer Anfrage des
Zugleiters Christoph Kuckelkorn. Nach einem Gespräch über Afrika
habe der Zugleiter das als Thema für den Zug vorgeschlagen, erklärte
der Kopf der Kölsch-Band BAP, der sich seit Jahren für ein
Resozialisierungsprojekt für Kindersoldaten in Nord-Uganda einsetzt.
Allerdings werde er wegen einer Knieverletzung nicht auf dem
Zugleiterwagen mitfahren können. Er werde den Umzug jedoch von der
Tribüne aus mitverfolgen, versicherte der 58-jährige Musiker."
Eine Videoclip der offiziellen Präsentation der beiden Wagen findet
ihr auf der Homepage des "Kölner
Stadtanzeigers". |
Extratour 2010
Für
die BAP-Extratour, die durch die Schweiz, Österreich und Luxemburg
führen wird, stehen bislang folgende Termine fest:
5. Mai 2010: Salzburg (A), Rockhouse
6. Mai 2010: Linz (A), Posthof
7. Mai 2010: Feldkirchen (A), Stadtsaal
8. Mai 2010: Graz (A), Orpheum
10. Mai 2010: Wörgl (A), VZ Komma
11. Mai 2010: Wien (A), Szene
13. Mai 2010: Winterthur (CH), Salzhaus
14. Mai 2010: Luzern (CH), Schüür
15. Mai 2010: Bern (CH), Bierhübli
28. Mai 2010: Esch-sur-Alzette (LUX), Kulturfabrik
Alle BAP-Konzert-Termine im kommenden Jahr findet ihr
hier.
Tickets für die Konzerte in der Schweiz gibt es u.a. bei "Starticket",
für Österreich bei "Oeticket"
und für Luxemburg bei
www.e-ticket.lu und
Ticket Regional |
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„Sonx aus Köln, Berlin, New York und Jottweiswo . . .”
Es war ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art, das Wolfgang
Niedecken der Berliner „taz“ anlässlich ihres dreißigjährigen
Bestehens im April 2009 machte. Eingeladen als Topact der
Feierlichkeiten, hatte Niedecken zusammen mit der Geigerin Anne de
Wolff und dem Percussionisten Rhani Krija „Songs aus Köln, Berlin,
New York un Jottweißwo“ präsentiert – ein mitternächtliches
Unplugged-Programm, das BAP-Klassiker und –Raritäten ebenso enthielt
wie Coverversionen von Songs geschätzter Kollegen wie Lou Reed,
Leonard Cohen, Bruce Springsteen und Bob Dylan. „Ein Programm voller
Anmut und Entschlossenheit“, urteilte die Presse; ein Programm, das
nun, in veränderter und erweiterter Form, aufgrund großer Nachfrage
eine Neuauflage erfährt.
Nicht nur die „taz“ erkennt in Wolfgang Niedecken den „Erfinder des
deutschen Dialektrocks“. Seit mittlerweile fast fünfunddreißig
Jahren bringt Niedecken, als BAP-Chef einer der erfolgreichsten
deutschen Rockmusiker, den Kölner Dialekt zum Funkeln, zum
Nachdenken und zum Erzählen, eröffnet ihm eine vorher ungekannte
thematische Vielfalt und literarische Qualität. Niedeckens Texte
zeigen ein Köln ohne Narrenkappe, sie erwecken das in Gemütlichkeit
und Karnevalsseligkeit versunkene Kölsch zum Leben und durchbrechen,
mit jeder Platte aufs Neue, in einzigartiger Weise alle Sprach- und
Verständnisbarrieren. So erreichte auch das bislang letzte BAP-Album
„Radio Pandora“, veröffentlicht im Juni 2008, wieder den ersten
Platz der Verkaufshitparade. Im selben Jahr wurde Wolfgang Niedecken
für seine besonderen Verdienste um die deutschsprachige
Dialektliteratur mit dem renommierten Friedestrompreis
ausgezeic hnet.
Dank BAP hat der Kölner Dialekt sein Ghetto verlassen. Niedeckens
Texten liegt nichts ferner als provinziell beschränkte Heimatkunst,
davon legt auch der erklärte Kosmopolitismus ihrer Schauplätze
Zeugnis ab: Berlin, New York, aber auch Marokko, Norduganda und
Patagonien bilden den Horizont eines Erdkreises, in dessen Mitte –
von Rechts wegen – Köln liegt. Es gehört zu Niedeckens Stärke, dass
er das Fremde mit der gleichen Liebe ausspricht wie die nahen Dinge.
Er nimmt, was er erzählt, aus der Erfahrung; aus der eigenen oder
berichteten, der gelesenen und überlieferten. Seine Habe besteht aus
einem Koffer voller Geschichten, sein Glück aus der Aufmerksamkeit
seiner Zuhörer, wenn er zu erzählen beginnt. Von Aufbruch und vom
Wegfahren handeln die „Songs aus Köln, Berlin, New York un
Jottweißwo“; vom Unterwegssein, dem Verlust aller Sicherheiten und
von der Sehnsucht, die nur eine Richtung kennt: zurück zum
Heimathafen.
Während die Besucher der BAP-Tourneen das längst legendäre „Affrocke“
der Band bei dreistündigen Auftritten in Rock ’n’ Roll-Hallen und
bei Sommernachtskonzerten unter freiem Himmel feiern, ergibt sich
nun, in einer BAP-Pause, die Gelegenheit, mit dem Programm „Songs
aus Köln, Berlin, New York un Jottweißwo“ Wolfgang Niedecken bei
einem raren Unplugged-Auftritt zu erleben: Akustisch, nah, mit einem
eigens für den Anlass zusammengestellten Programm voller
Überraschungen und im Verbund mit zwei herausragenden Musikern. Anne
de Wolff (Rosenstolz, Calexico), die neben Geige auch Akkordeon,
Mandoline und Bass spielt, und Rhani Krija, den sein Weg von
traditioneller marokkanischer Musik über den Jazz hin zu Popgrößen
wie Sting und Prince geführt hat, werden Niedecken dabei
unterstützen, seine Songs in neuen Arrangements und mit veränderter
Instrumentierung zu präsentieren.
Eine intime Konzertsituation, die wie geschaffen scheint für den
„Storyteller“ Wolfgang Niedecken, der, um einen Satz Walter
Benjamins aufzugreifen, wie jeder große Erzähler die Begabung hat,
„sein Leben, seine Würde: sein ganzes Leben erzählen zu
können“. Der Besucher ist eingeladen, sich einzulassen auf eine
intensive musikalische Erfahrung, sich mit auf eine Reise zu machen,
die mitten im Alltag neue Möglichkeiten erahnen lässt. Ein Abend
voller Geschichten, voller Songs, die wie fremde Länder sind oder
wie Träume.
Bislang bestätigte Termine:
4. März 2010: Düren, "11.
Kulturtage auf Schloß Burgau"
5. März 2010: Wattenscheid, St.
Nikolaus-Kirche (Westenfelder Straße 115),
Tickets über
PRINZIP
HOFFNUNG e.V.
6. März 2010: Worpswede,
Music Hall (Findorffstraße 21)
7. März 2010: Berlin,
Schloßparktheater (Schloßstraße 48)
9. März 2010: Kaiserslautern,
Kammgarn (Schoenstr. 10)
10. März 2010: Ulm,
Roxy (Schillerstraße 1 / 12)
11. März 2010: Singen,
Kulturzentrum GEMS (Mühlenstr. 13)
12. März 2010: Reutlingen,
Franz.K (Unter den Linden 23)
14. März 2010: Friedrichshafen,
Bahnhof Fischbach
(Eisenbahnstr. 15)
15. März 2010: Erlangen,
E-Werk (Fuchsenwiese
1)
18. April 2010: Potsdam,
Nicolaisaal - "Hoffbauer Gala 2010"
19. Mai 2010: Wolfhagen,
Kulturzelt |
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Einziges Deutschland-Konzert 2010 in Bonn am 29. Mai !!
„Kameraden, machts Platz, jetzt kommt eine Extratour!“, heißt es
in einem Stück des österreichischen Dramatikers Johann Nestroy. Was
1834 im Alt-Wiener Volkstheater zu hören war, kann im Frühsommer
2010, nicht nur in Wien, noch einmal ausgerufen werden: Mit BAP
zieht es eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands ins
benachbarte Ausland, in die Schweiz, nach Luxemburg und nach
Österreich. Eine „Extratour“ in einer Zeit des Dazwischen – nach der
ausgiebigen Tournee zum Nr.1-Album „Radio Pandora“, die im September
2009 vor dem Kölner Dom zu Ende ging, und vor dem Beginn der Arbeit
an einer neuen Platte. Nach den Konzerten im deutschsprachigen
Ausland werden BAP am 29. Mai 2010 wieder zurück sein im
Heimathafen. Schon Kurt Tucholsky wusste: „Jede Extratour hat einen
Schluss“, und BAP werden ihn mit einem Auftritt auf der Bonner
Museumsmeile gebührend feiern. Das BAP-Konzert in Bonn wird nicht
nur das letzte der „Extratour“, sondern auch das einzige in
Deutschland im Jahr 2010 sein. Schon vor einigen Jahren notierte
BAP-Chef Wolfgang Niedecken in sein Tour-Tagebuch: „Es ist
tatsächlich immer etwas ganz besonderes, unter diesem Zeltdach
zwischen der Bundeskunsthalle und dem Kunstmuseum unser
dreistündiges Fast-Heimspiel zu bestreiten.“ Ein „Fast-Heimspiel“
nicht nur aufgrund der geographischen Nähe zu Köln. Ein
„Fast-Heimspiel“ auch, weil jeder Auftritt in Bonn Erinnerungen
weckt an frühere, an Szenen dieses Roadmovies namens BAP, das vor
über drei Jahrzehnten unter Ausschluss der Öffentlichkeit seinen
Anfang nahm und längst alle damals vorstellbaren Dimensionen
gesprengt hat. Einstellung für Einstellung eine „Rock’n’Roll Fantasy“
(Ray Davies). Und immer wieder ist der Schauplatz Bonn:
Räucherstäbchen und Kifferposter im Bad Godesberger Hippieschuppen
„Underground“ bei Niedeckens ersten Auftritten mit seiner
Schülerband in den 60er Jahren. Ein bitterkalter
Soundcheck-Nachmittag in den ungeheizten „Rheinterrassen“ im
Dezember 1980 – warm würde es am Abend noch genug werden bei einem
jener frühen, von unbändigem Willen und Kompromisslosigkeit
geprägten „Baby, jetz jeht et aff“-BAP-Gigs vor ausverkauftem Haus.
Das Konzert zusammen mit Joseph Beuys am 10. Juni 1982 auf den
Bonn-Beueler Rheinwiesen vor 300.000 Nachrüstungsgegnern, die sich
alle nicht mehr mit einplanen lassen wollten. Auftritte im Café
Populaire, in der Biskuithalle, im Römerbad und, bei „Rhein in
Flammen“ vor 100.000 Besuchern in der Rheinaue. Und selbst der erste
BAP-Proberaum lag näher bei Bonn als bei Köln, nämlich an der
Autobahn 555, genauer: in einem Wiegehäuschen des Kalksandsteinwerks
Hersel. Der BAP-Song „Für ’ne Moment“ ruft die Erinnerung an diesen
Proberaum noch einmal auf. An das Jahr 1976 und eine, von Wolfgang
Niedecken und dem Bonner (sic!) Gitarristen Hans Heres gegründete,
noch namenlose Band „zwischen Kippen und leeren Flaschen, ohne jede
Illusion“, die eigene Musik einmal aus einem Radio hören oder von
einer Bühne aus spielen zu können. Und doch war das, was diese Band
von allen anderen unterscheiden sollte, schon deutlich zu vernehmen:
„Ich höre eine merkwürdige Sprache, total egal, wie man sie nennt,
irgendwie schien sie zu passen zu der merkwürdigen Band“. Das ist
fast fünfunddreißig Jahre her. Nur kurze Zeit später wurden die auf
Kölsch verfassten BAP-Songs gehört, mitgesungen und durchlebt von
Fans nicht nur im Umkreis von Köln, sondern in ganz Deutschland, in
der Schweiz, in Österreich und Luxemburg. An diesem Erfolg hat sich,
selbst in zunehmend dialektfeindlicheren Zeiten, nichts geändert.
Auch das bislang letzte BAP-Album „Radio Pandora“ erreichte wieder
Platz eins der Verkaufshitparade. Und noch immer bringt Niedecken in
seinen Texten das Kölsch zum Funkeln, zum Nachdenken und zum
Erzählen, eröffnet ihm eine vorher ungekannte thematische Vielfalt
und literarische Qualität. Zum insgesamt siebten Mal seit 1997
treten BAP auf der Bonner Museumsmeile auf, kein Act hat diesen Ort
häufiger bespielt. Gleich nebenan, in der Kunst- und
Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, hinterließ
Wolfgang Niedecken bei einer Retrospektive seiner Arbeiten 2004 auch
als bildender Künstler „Spuren“. Am 29. Mai 2010, bei einem weiteren
„Fast-Heimspiel“, ist der Besucher eingeladen, sich einzulassen auf
eine intensive musikalische Erfahrung, die alle längst legendären
Live-Qualitäten der Band enthält: Spielfreude, Interaktion mit dem
Publikum, Euphorie und eine epische Konzertlänge von mindestens drei
Stunden. Unterstützt wird die Band dabei von der Geigerin Anne de
Wolff (Calexico, Rosenstolz). Beim „Affrocke“ auf der Museumsmeile
werden die großen Hits nicht zu kurz kommen, jedoch wird durch das
BAP-typische stete Verändern des Programms auch für Überraschungen
gesorgt sein. Eine Rock’n’Roll-Party unter freiem Himmel, an einem
Samstagabend im Frühsommer – Erinnerungsreise, Gegenwartsfeier und
Vorausblick zugleich. Unmittelbar danach werden sich die Musiker
zurückziehen, um neues Material zu erarbeiten. Und eben auch darum
gehen BAP auf „Extratour“: Nicht nur um eine eingespielte Einheit zu
bleiben, sondern auch und vor allem, um diejenigen noch einmal zu
sehen, für die dann die neuen Songs geschrieben und aufgenommen
werden.
Samstag, 29. Mai 2010 Bonn • Museumsplatz Einlass: 17.30 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr •
Tickets |
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Ausstellung "ich krieg dich – children affected by war"
23.01.10:
Aus der Ankündigung zur Ausstellung "ich krieg dich – children
affected by war", die vom 28. Januar bis zum 4. März im
Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin besichtigt werden kann:
"Die Besucher der Ausstellung werden zunächst an ihre eigene Jugend
durch Bilder aus Deutschland erinnert. Danach werden sie in die vier
Länder Afghanistan, Libanon, Uganda und DR Kongo mitgenommen und
erfahren, wie Kinder tagtäglich von Gewalt und Krieg betroffen sind.
Kinder werden aus der Geborgenheit ihrer Häuser und Familien
vertrieben,müssen in unsicheren Flüchtlingslagern leben, verlieren
Freunde und Verwandte, sind auf sich allein gestellt, können
nicht mehr zur Schule gehen. Kinder sind schutzlos und leichte
Beute. Kinder können aber im Kriegsalltag auch selbst etwas für ihre
Zukunft tun. In der Ausstellung werden beispielhaft Projekte
vorgestellt, wie Kinder gestärkt, geschützt und in ihrem täglichen
Umfeld zur Mitgestaltung angeregt werden. Eines dieser Projekte wird
von Wolfgang Niedecken unterstützt. Auf der Vernissage wird er über
seine Erlebnisse in Nord-Uganda berichten und ein Lied, das er für
die Kinder dort komponiert hat, singen.
Die Vernissage findet im Lichthof des Auswärtigen Amtes, Werderscher
Markt 1, 10117 Berlin am 12.2.2010 um 11 Uhr statt. |